Vom Dorf in die große weite Welt! (Cologne)

Nach meiner abgeschlossenen Ausbildung im August habe ich mich zum 01.12.2017 nach Köln versetzen lassen, um das Stadtleben in all seinen Facetten kennenlernen zu können.

Nun wohne ich jetzt schon ein ganzen Monat in der schönsten Stadt am Rhein 🙂

Am Anfang ist alles neu, man findet sich schwieriger zu Recht und muss etwas länger bestimmte Dinge suchen bzw. nimmt sie später erst wahr. Von Tag zu Tag kommt man immer besser im Großstadtjungel zu Recht. Die erste Zeit ist man stolz auf jede Bahn-Fahrt die man überlebt und an seinem Ziel richtig nahe kommt. Als Dörfler ist man überrascht wie schnell die nächste Bahn am Gleis erscheint, als Großstädtler meckert man rum wenn die Bahn 10 Minuten Verspätung hat ( bei uns im Dorf muss man eine ganze Stunde auf die nächste Bahn warten) ! – Also liebe Großstädtler seht es locker und regt euch nicht auf (unnötiger Stress) , es gibt Orte an denen die Bahnen nur stündlich Fahren 🙂

Mein geliebtes Auto wurde abgeschafft. In der Großstadt ist ein Auto einfach überflüssig… Beispiel: 3km Großstadt 15-25 min Dorf 5-7 min. = Großstadt; Nervenzusammenbruch 😀 das blöde ist dass die Einkäufe für zu Hause zu Fuß erledigt werden müssen, da ich noch kein Fahrrad habe. Die besten Verkehrsmittel sind SB, U-Bahn, Bus und Fahrrad 🙂

Nachtleben (Ringe, Zülpi, Alter Markt, Chlodwigplatz usw.) Köln bietet für den Abend so viele tolle Möglichkeiten, bei dem leider kein Dorf dieser Welt mit halten kann… Sei es Kino am Mediaparkt, Clubs (Nachtflug, la Latina, Klappse, etc.), Restaurants, Bars (Sausalito, Waschsalon…) oder auch einfach ein gemütlicher Rheinspaziergang 🙂

Shopping, man kann ständig in die Stadt fahren hat mega viele Shops, Boutiquen und Secondhandläden  zur Verfügung. Man kann wenn man will, ständig seinen Style ändern oder den Kleiderschrank weiterhin voll machen und vor allem bei den Auswalmöglichkeiten findet jeder etwas in seiner Geschmacksrichtung ( meinen Style muss ich leider noch finden.. man sollte ein Individuum sein und seinen Charakter im Outfit widerspiegeln lassen). Meiner Meinung nach sollten die Dorfgemeinschaften mehr aus ihrer City machen und den Leuten die sich für die Gegend entschieden haben auch etwas bieten und ihnen Möglichkeiten zum einkaufen geben.

Fitness, zum Thema gute Vorsätze ab dem 01.01., habe eine echt super Studiokette gefunden „SweatnDance“ die bieten echt tolle Kurse an und vor allem läuft echt coole Musik in den Kursen und man wird richtig gut motiviert von den Kursleitern, sehr empfehlenswert. In Köln gibt es eine Reihe von Freizeitangeboten, dennoch gibt es leider keine typischen Dorfvereine(Schützenfest) oder Hobbys(Reiten). Dennoch ist die Auswahlmöglichkeit größer in der Stadt.

Anonymität, man ist am Anfang überall Anonym, keine Vorurteile, keine Lästereien, du wurdest vorher in keine Schublade gesteckt! Auf dem Dorf hatte ich oft das Gefühl, dass die Leute mehr über mich wussten, wie ich eigentlich selbst über mich Bescheid wusste… Man kann glaube einfacher man selbst sein und verstellt sich nicht, weil in so einer großen Masse man so wie so nicht direkt auffällt.

Menschheit, die Leute in Köln sind extrem locker und offen 🙂 klar findet man nicht an jeder Straßenecke gleich einen neuen Freund, aber wenn es um den 11.11 oder Party geht, dann ist man eine riesen Gemeinschaft, man lernt schnell neue Leute kennen. Auf dem Dorf ist es meist so, dass man schwieriger neue Leute kennenlernt, entweder kennt man die meisten schon (Schulzeit,Partys etc.)  oder man hat sich bereits ein Bild von dieser Person gemacht (Schubladendenken) und möchte aus Prinzip mit dieser Person nichts zu tun haben.. Dennoch glaube ich findet man wirkliche Freunde auf dem Dorf schneller, wie in einer Großstadt.

Mein Fazit, ich bereue meinen Schritt in keinster Weise, im Gegenteil ich könnte vorläufig erst einmal nicht mehr zurück aufs Dorf. Bin ein Stadtgirlii mit Leib und Seele und genieße die vielen Möglichkeiten die mir geboten werden.

Im jungen alter definitiv TOP! Im Familiengründungsalter vielleicht doch lieber die Landschaft! 🙂

Aber ich will auf keinster Weise sagen, dass ich das Dorfleben nicht genossen habe, es hatte auch seine Vorteile und positiven Seiten. Man muss einfach selbst für sich herausfinden, was für sich persönlich das richtige ist.

Also die Frage an euch Stadt oder Dorf? – Stellt euch diese Frage mal in Ruhe und vielleicht konnte ich euch den ein oder anderen Einblick in das Großstadtleben geben.

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